Für jeden Klick auf Ihre Anzeige zahlen Sie. Was nach dem Klick passiert, liegt allein an Ihrer Website. Wenn hundert Klicks keine einzige Anfrage bringen, heißt das meist nicht, dass die Anzeige die Falschen erreicht. Es heißt, dass der Kunde gekommen ist, sich umgesehen hat und wieder gegangen ist.

Das ist die teuerste Art von Verlust, denn in Ihrer Statistik erscheint sie als „Erfolg" - die Klicks steigen, die Kunden nicht.

Fehler 1: Die Anzeige führt auf die Startseite

Der Kunde hat auf die Anzeige „Rohrsanierung im Bad - Termin in 48 Std." geklickt. Er landet auf der Startseite: ein Slider, fünf Leistungen, die Firmengeschichte und News. Er muss selbst suchen, was die Anzeige versprochen hat. Die meisten suchen nicht.

So beheben Sie es: Jede Kampagne (oder jede größere Anzeigengruppe) sollte auf eine eigene Seite zu genau diesem einen Thema führen. Eine Leistung, ein Versprechen, ein Ziel.

Fehler 2: Die Seite sagt nicht dasselbe wie die Anzeige

Die Anzeige verspricht ein „kostenloses Angebot in 24 Std.", auf der Seite steht davon kein Wort. Die Anzeige spricht von Ihrer Stadt, die Seite von „deutschlandweit". Der Kunde hat das Gefühl, falsch gelandet zu sein - und er hat recht.

So beheben Sie es: Die Überschrift der Seite sollte das Versprechen der Anzeige fast wörtlich wiederholen. In der ersten Sekunde muss der Kunde sehen: Ja, genau darauf habe ich geklickt.

Fehler 3: Zu viele Optionen, kein einzelner nächster Schritt

Ein Menü mit zehn Punkten, drei verschiedene Buttons, Links zum Blog, zu Facebook, zur Galerie. Jeder davon ist ein Ausgang, durch den der Kunde gehen kann, statt anzurufen.

So beheben Sie es: Entscheiden Sie, was Sie vom Besucher wollen - Anruf, Formular, Buchung - und wiederholen Sie diesen einen Schritt mehrmals auf der Seite. Den Rest entfernen oder verstecken. Eine Landingpage ist keine Firmenbroschüre, sondern ein Weg zu einer einzigen Handlung.

Die Anzeige bringt den Kunden bis zur Tür. Die Landingpage entscheidet, ob er hereinkommt.

Fehler 4: Ein Formular, das abschreckt

Vorname, Nachname, Firma, USt-IdNr., Adresse, Telefon, E-Mail, „Wie haben Sie von uns erfahren", Marketing-Einwilligung und Captcha. Auf dem Handy dauert das zwei Minuten. Kaum jemand hat so viel Geduld mit einer Firma, die er noch nicht kennt.

So beheben Sie es: Behalten Sie nur die Felder, ohne die Sie wirklich nicht zurückrufen können - meist Name, Telefonnummer und ein Satz zum Anliegen. Setzen Sie eine antippbare Telefonnummer neben das Formular. Manche rufen lieber an, als zu tippen.

Fehler 5: Sie wissen nicht, welche Klicks zu Anfragen werden

Ohne Conversion-Tracking sehen Sie nur Klicks und Kosten. Sie wissen nicht, welche Anzeige Anrufe bringt und welche nur Besucher. Die Werbeplattform weiß es auch nicht - also optimiert sie auf Klicks statt auf Kunden.

So beheben Sie es: Messen Sie Anrufe, gesendete Formulare und Buchungen, bevor Sie das Budget erhöhen. Dann suchen Google und Meta selbst nach Menschen, die Sie tatsächlich kontaktieren, nicht nur nach solchen, die klicken. Was Sie messen sollten, beschreiben wir in Woran erkennen Sie, dass Ihre Website verkauft?

Und was ist mit Tempo und Handy?

Die meisten Anzeigenklicks kommen vom Smartphone. Wenn die Seite länger als 3 Sekunden lädt oder die Buttons für den Daumen zu klein sind, gehen manche, bevor sie überhaupt etwas sehen. Sie haben für einen Klick bezahlt, der nicht einmal auf die Seite gewartet hat. Mehr dazu in unserem Text, warum eine langsame Website Sie Kunden kostet.

Kurze Checkliste vor der nächsten Kampagne

  • Die Anzeige führt auf eine Seite zu genau dieser Leistung, nicht auf die Startseite.
  • Die Überschrift wiederholt das Versprechen der Anzeige.
  • Die Seite hat einen klaren nächsten Schritt, mehrmals wiederholt.
  • Das Formular hat höchstens 3-4 Felder, die Telefonnummer ist antippbar.
  • Die Seite lädt schnell und funktioniert bequem auf dem Handy.
  • Sie messen Anrufe und Formulare, nicht nur Klicks.

Wenn auch nur ein Punkt nicht erfüllt ist, verbessern Sie zuerst die Seite, bevor Sie mehr Geld in Anzeigen stecken. Das ist meist günstiger und bringt mehr als ein höheres Budget.

Wo Sie anfangen

Öffnen Sie Ihre Anzeige, tippen Sie auf dem Handy darauf und sehen Sie sich die Seite mit den Augen Ihres Kunden an. Wissen Sie innerhalb von 5 Sekunden, was Sie bekommen und was Sie tun sollen? Wenn nicht, haben Sie gerade die Stelle gefunden, an der Ihr Budget versickert.

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